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  • In vielen Firmen gehört es einfach dazu: Geschenke an Kunden und Mitarbeiter
    ©iStock - Lars Koch

Steuerfreigrenze bei Geschenken

In sehr vielen Firmen gehört es einfach dazu - Geschenke an Kunden zur Stärkung der Geschäftsbeziehung und Geschenke an Arbeitnehmer zur Bindung an das Unternehmen. So einfach wie dieses Rezept klingt, so kompliziert sind die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland dazu. Lesen Sie in unserem Ratgeber, was Sie beachten müssen, um nicht in die Steuerfalle zu tappen.

Das Wichtigste zur Steuerfreigrenze vorweg

Geschenke an Geschäftspartner und Kunden haben eine einmalige Steuergrenze von 35 € pro Person und Jahr.
 
Werbeartikel/Streuartikel sind steuerfrei.

Bei Arbeitnehmergeschenken mit persönlichem Anlass liegt die Steuergrenze bei 60 €, diese kann sogar mehrmals im Jahr angewendet werden.
 
Sachzuwendungen wie Incentives oder Firmenfeiern werden nicht auf die Freigrenze für Geschenke angerechnet, sondern besitzen eine eigene Steuerfreigrenze von 44 € pro Mitarbeiter und Monat.


Allgemeine Regeln zur Steuerfreigrenze bei Geschenken

1. Nach § 516 Abs. 1 BGB darf einem Geschenk keine Gegenleistung gegenüberstehen, es muss unentgeltlich erfolgen.

2. Belege allein sind für die Buchhaltung nicht genug, entweder Sie führen eine separate Liste oder noch besser Sie buchen jeden einzelnen. Aufwand in einem eigenem Konto oder Spalte Ihrer Buchführung. Achtung: Belege sind immer zwingend mit Namen und Anlass zu versehen.

3. Betriebliche Veranlassung ist wichtig, diese kann aber sowohl geschäftlicher als auch privater Natur sein, zum Beispiel:

  • - Firmenjubiläum
    - Dankeschön-Geschenke nach Abschluss eines Projekts
    - Willkommensgeschenke
    - Weihnachtsgeschenke
    - Geschenke zum Geburtstag
    - Geschenke zur Geburt
    - Geschenke zur Hochzeit
    - Abschiedsgeschenke

Üblicherweise werden dabei Wein, Geschenkkörbe, Blumen oder Bücher verschenkt.

Tipp: Wenn Sie nicht „das Übliche“ sondern außergewöhnliches verschenken möchten, werfen Sie doch mal einen Blick in unsere Kategorie Kundengeschenke und Geschenke an Mitarbeiter in unserem Shop.


Was Sie bei Geschenken an Kunden beachten müssen, damit Sie abzugsfähig und unter der Steuerfreigrenze bleiben

Geschenke an Kunden oder Geschäftsfreunde sind als Betriebsausgabe immer steuerabzugsfähig. Die Steuerfreigrenze beträgt hier 35 € pro Person und Jahr. Dabei gelten die 35 € als Netto-Betrag bei umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG gelten 35 € als Brutto-Betrag. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Dinge die ausschließlich beruflich genutzt werden können wie z.B. Spezialwerkzeug oder Ersatzteile für Werkzeuge.

 

Wichtig: Pauschalisierung der Lohnsteuer durch den Schenkenden

Ab einem Wert von 10 € müssen Geschenke vom Empfänger als geldwerter Vorteil versteuert werden, sie müssten also den Kauf-Beleg zusammen mit dem Geschenk überreichen. Da dies in der Regel mit dem Grundgedanken des Schenkens nicht ganz vereinbar ist, gibt es die Möglichkeit der Pauschalisierung nach §37b EStG. Hierbei müssen Sie selber den Wert der Geschenke mit 30% (plus Solidaritätsbeitrag und Kirchensteuer) pauschal versteuern um damit dem Geschenke-Empfänger die Einkommenssteuer abzunehmen.

Tipp: Informieren Sie Ihren Kunden oder Geschäftspartner darüber, falls Sie das Geschenk bereits pauschal versteuern.

 

Streuartikel, Werbegeschenke und Proben

Kleine Geschenke, die einen Wert von unter 10 € aufweisen, werden als Streuartikel bezeichnet, welche nicht als Zuwendung gelten und damit nicht pauschal versteuert werden müssen. Streuartikel werden behandelt wie Produktproben oder Werbeartikel. Üblicherweise werden Feuerzeug, Kugelschreiber, Schlüsselanhänger oder ähnliches verschenkt.


Was Sie bei steuerfreien Zuwendungen an Arbeitnehmer beachten müssen

Bei Geschenken an Arbeitnehmer gilt eine Freigrenze von 60€, welche pro Person und Anlass, aber maximal einmal pro Monat, anwendbar ist. Außerdem sind sie als Betriebsausgabe (Personalaufwand) nach § 4 Abs. 5 Satz 1 EStG und R 4. 10 Abs. 2 EStR voll abzugsfähig. Achtung: Eine Überschreitung des Warenwerts von nur einem Cent führt zum kompletten Erlöschen der Freigrenze, es droht die Besteuerung als Arbeitslohn, welcher für den Arbeitnehmer sozialabgabenpflichtig ist.

 

Besondere Regelungen für Gutscheine

Gutscheine über einen festen Betrag sollten gar nicht verschenkt werden, diese würden direkt wie Lohn, mit allen Konsequenzen bzgl. Sozialabgaben, behandelt werden. Ein Gutschein muss einen festen Gegenwert besitzen, zum Beispiel: ein Tankgutschein über einmal voll tanken. Wichtig ist natürlich, wie bei den normalen Geschenken auch, dass Sie die Steuerfreigrenze nicht überschreiten.

 

Incentives als Sachzuwendungen, mindere Sachleistung bzw. Betriebsausgabe

Eine weitere Möglichkeit neben Geschenken sind Incentives für Ihre Mitarbeiter die nach § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG eine Steuergrenze von 44€ pro Person und Monat nicht überschreiten darf. Außerdem wird die Steuerfreiheit nach § 3 Abs. 1 Satz 3 SvEV auch für die Sozialversicherung übernommen. Üblicherweise werden hier zum Beispiel Soft-Drinks, Kaffee, Obst oder Zuschüsse zum Mittagessen als Incentives weitergegeben.


Wir hoffen Ihnen mit diesem Ratgeber-Artikel bei der Versteuerung Ihrer Geschenke weitergeholfen zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg damit bei Ihren Kunden und Mitarbeitern.

Sollten Sie noch auf der Suche nach dem richtigen Geschenk sein, würden wir uns über einen Besuch in unserem Shop für Kundengeschenke und Geschenke an Mitarbeiter freuen.

Christine Gegenfurtner

Mein Name ist Christine Gegenfurtner und ich schreibe für dich im DANATO Magazin. Von mir bekommst du neue Ideen für leckere Rezepte, praktische Tipps für deine nächste Party und interessante Artikel rund um das Thema Schenken.

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